24.September 2018, Elefteria Xekalakis Matthys, Admeira

Das Wohnzimmer der Zukunft wird immer vernetzter

Die Digitalisierung bringt im Medienbereich grosse Veränderungen mit sich. Inhalte werden nicht mehr nur im klassischen Radio, im Fernsehen oder in der Zeitung konsumiert, sondern unabhängig von Ort und Zeit auf praktisch jedem Gerät und aus verschiedenen Quellen. Die Mediennutzung wird sich in den nächsten fünf Jahren weiterhin ins Digitale verlagern und wird vermutlich noch mobiler. Das und weitere Erkenntnisse zeigt eine aktuelle Studie von Admeira zur Mediennutzung.

Wir haben uns an unsere Smartphones und Tablets gewöhnt. Und diese Geräte können immer mehr. Längst ist ein Telefon nicht mehr nur ein Telefon, sondern eine Steuerzentrale. Mit Smartphone oder Tablett lassen sich Licht und Lüftung steuern. Apps zeigen uns an, was im Kühlschrank liegt und erstellen gleich auch noch die Einkaufsliste mit Artikeln, die fehlen. Und längst kann man mit dem Fernseher mehr als nur fernsehen. Pausen, Aufnahmen und Wiederholungen sind genauso möglich wie Videogespräche führen, surfen, streamen und gamen. Digitalisierung sei Dank.

 

Vernetzt und massgeschneidert

 

Neue Geräte verändern unser Zuhause und wie wir in Zukunft leben. Eine neue Entwicklung sind sprachgesteuerte Assistenten, die uns das Leben erleichtern sollen. Sie hören auf unsere Befehle, suchen Informationen im Radio, im Fernsehen oder im Internet. Die Digitalisierung ermöglicht ein massgeschneidertes Programm, das aber nicht ohne die analogen Produkte auskommt.

Denn trotz Digitalisierung spielen gedruckte Presseprodukte nach wie vor eine wichtige Rolle. Zeitungen und Zeitschriften geniessen bei den Konsumentinnen und Konsumenten ein hohes Vertrauen. Das zeigt die Studienreihe «Medien der Zukunft» von Admeira. Zwei Drittel der Befragten zwischen 15 und 59 Jahren sagen, dass eine funktionierende Gesellschaft zwingend auf gute Journalisten und Zeitungen angewiesen ist. Doch auch gedruckte Produkte werden je länger je mehr «hybrid» genutzt. Also in der Form, die im Moment gerade verfügbar, die für den Konsumenten bequemer ist oder die aus seiner Sicht besser zum Inhalt passt. Das kann die gedruckte Zeitung sein, oder aber eine Nachricht aus der Zeitung, die via Mail oder Social Media zu ihm gelangt.

 

Überall und immer 

 

Geräte verknüpfen sich automatisch miteinander. Die Entwicklung läuft rasant und mit einer ungeheuren Dynamik. Das Wohnzimmer ist je länger je mehr vernetzt – und die Geräte haben je länger je mehr Funktionen. Davon betroffen ist auch unsere Mediennutzung: Text, Bild und Ton mischen sich zu neuen Formen, die wir ganz selbstverständlich nutzen. Die Digitalisierung bringt im Medienbereich neue Möglichkeiten: Wir können Inhalte nicht mehr nur im klassischen Radio, im Fernsehen oder in der Zeitung konsumieren, sondern unabhängig von Ort und Zeit auf praktisch jedem Gerät. Die Devise lautet: «Anything, anytime, anywhere.» – alles, immer und überall.

 

Flexibler und mobiler

 

Flexibilität ist ein grosses Bedürfnis. Laut der Studienreihe «Medien der Zukunft» von Admeira wünschen sich vier von zehn Befragten von den Medien noch mehr Flexibilität, so dass sie frei bestimmen können, welche Inhalte sie wann und wo konsumieren. Die Mediennutzung wird sich in den nächsten fünf Jahren weiterhin ins Digitale verlagern und wird vermutlich noch mobiler. Das ist eine weitere Haupterkenntnis aus der Studienreihe «Medien der Zukunft». Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist das «Bewegtbild»: Videostreaming wird stark nachgefragt und auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Digitalisierung bedeutet gerade im Medienbereich auch eine fast unüberschaubare Fülle von Informationen. Es ist nicht leicht, die Übersicht zu behalten und jene Inhalte zu finden, die ich will. Deshalb ist es wichtig, dass es in diesem Informationsmeer auch «Leuchttürme» gibt, die Orientierung bieten.

Mehr als die Hälfte der Konsumenten zwischen 15 und 59 Jahren sucht deshalb Orientierung im riesigen Medienangebot, indem sie sich auf vertraute Medienmarken konzentrieren.

 

Elefteria Xekalakis Matthys, Admeira